Musée Vivant du Cheval
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Einer Sage zufolge, glaubte Louis Henri de Bourbon, 7. Prinz von Condé, an die Seelenwanderung und hoffte, als Pferd wieder zur Welt zu kommen. 1719 beauftragte er den Architekten Jean Aubert mit Stallungen, die seinem Rang angemessen sein sollten und in die er zurückkommen wollte. Aubert entwarf einen regelrechten Ruhmestempel für Pferde und die Jagd. Die größten Stallungen der Welt, ein Meisterwerk, das die Architektur des 18. Jahrhunderts prägte. Es bot Platz für 240 Pferde und bis zu 500 Hunden und diente als Rahmen für zahlreiche Feste, an denen u.a. Ludwig XV., der österreichische Kaiser Joseph II und der zukünftige Zar Paul I. teilnahmen. 1982 schuf der Reitlehrer Yves Bienaimé in den Grandes Ecuries (“Großer Marstall”) das Musée Vivant du Cheval, ein lebendes Pferdemuseum. Es wurde rasch zu einer wahren Institution auf Weltebene und lockt jährlich über 180 000 Gäste an. 31 Pferde, 31 Säle, 1000 pädagogische Einführungen pro Jahr und 120 Reitvorführungen jährlich offenbaren den Besuchern die vielfältigen Facetten des Universums “Pferd”.
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